Rechtzeitig zum Erscheinen ihres neuen Buchs „Schoßgebete“ outet sich Sex-Autorin Charlotte Roche („Die Trauma-Queen“ – Tagesspiegel) in einem „Spiegel“-Interview als Alkoholikerin und Magersüchtige mit Neigung zu Depression und Selbstmord. Der Autorin, die den Mega-Erfolg ihres Skandal-Bestsellers „Feuchtgebiete“ nach eigenem Bekunden angeblich nicht besonders gut verkraftet hat, rüstet nun dennoch zur nächsten Runde. Denn: Die aktuellen Bekenntnisse dürften dem neuen Buch so viel Publicity bringen, dass die typischen Herausforderungen des Promi-Syndroms – siehe oben: Alkoholismus, Magersucht, Neigung zum Selbstmord wg. Sinnkrise – mit Sicherheit nicht geringer werden dürften.

Charlotte Roche im „Spiegel“: „Ich wollte immer die Mutigste sein, die Lauteste, die Krasseste. Es muss krass sein, sonst entsteht Langeweile.“ Bei solchen Bekenntnissen fragt sich, wie ernst es der Autorin ist mit ihren Outings. Die Kombination – Alkoholismus, Magersucht, Sinnkrise, Depression, Neigung zum Selbstmord – klingt wie der ultimative Schrei nach Aufmerksamkeit. Allerdings wohl nicht aus persönlicher Not, sondern um auch das neue Buch zum Bestseller zu machen.

Während für „Normalverbraucher“ ein einziges der Bekenntnisse (Alkohol! Magersucht! Sinnkrise! Deprression! Selbstmord!) schon mehr als genug wäre, muss sich Charlotte Roche natürlich auch vor den nun anstehenden Talk-, Lesereisen-, Interview-Runden einmal mehr toppen: Sonst entsteht ja Langeweile!

Schau’n wer mal, ob sich C. R. noch zu steigern vermag – spätestens pünktlich zum nächsten Buch.

Langweilig scheint das neue Buch ja nicht zu sein. Einer der ersten Rezensenten, Gregor Dotzauer vom Berliner Tagesspiegel, schreibt: „Die 33-jährige Ich-Erzählerin Elizabeth Kiehl ist nicht nur eine neurotische Henne, sie ist eine schwerbeschädigte Trauma-Queen – nachdem es sich um einen erklärtermaßen autobiografischen Stoff handelt, wohl nicht ganz anders als Charlotte Roche.“ Perfekt für Schlüsselloch-Gucker also.

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Mit anderen Worten: Um Charlotte Roche müssen wir uns sicher keine Sorgen machen – oder?

 

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P.S:

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